Staatliche Förderungen

 

Im Jahr 2009 werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse für Solarkollektoren, Pellet- und Holzkessel oder effizienten Wärmepumpen in Höhe von 500 Millionen Euro vergeben. Hausbesitzer erhalten neben einer Basisförderung bei der Kombination erneuerbarer Energien, der Installation von Heiztechnik mit besonders niedrigem Energiebedarf oder beim Einbau besonders effizienter Geräte einen Bonus. Wichtig in diesem Jahr ist jedoch, dass nur diejenigen noch finanzielle Unterstützung erhalten, die mehr tun als durch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz gefordert wird.

Das können Sie erwarten:

Sonnenenergie

Kollektoren zur Warmwasserbereitung werden bis 40m² mit 60€/m² bezuschusst,

auf jeden Fall jedoch mit 410 Euro. Anlagen, die die Warmwasserbereitung und Heizunterstützung miteinander kombinieren erhalten Zuschüsse in Höhe von 105€/m². Auch die Erweiterung einer bereits bestehenden Anlage um bis zu 40m² wird mit immerhin 45€ unterstützt.

Bei der Kombination der Solaranlage mit einer Biomasseheizung, einer Wärmepumpe oder einer neuen Öl- oder Gasheizung erhält man weitere 750€. Hausbesitzer von Häusern mit geringem Primärenergiebedarf (muss durch einen Energieausweis nachgewiesen werden) erhalten außerdem einen Effizienzbonus für ihre Solaranlagen.

Des Weiteren gibt es für automatisch beschickte Pelletkessel bis 100 Kilowatt pro Kilowatt 36€, auf jeden Fall jedoch 2.100€. Der Mindestzuschuss für einen Kessel mit neuem Pufferspeicher mit einem Volumen von mindestens 30 Liter je Kilowatt liegt bei 2.500€. Für Kessel, die besonders wenig Emissionen ausstoßen oder einen besonders hohen Wirkungsgrad besitzen gibt es zusätzlich 500€ und Holzhackschnitzel-Kessel werden pauschal mit 1000€ bezuschusst.

Wärmepumpen

Die Förderung bei Wärmepumpen ist an eine bestimmte Arbeitszahl gebunden.

Darüber hinaus unterscheidet man zwischen Neu- und Altbauten sowie zwischen den unterschiedlichen Wärmequellen. So muss eine Luft/Wasser-Wärmepumpe in einem Neubau eine Arbeitszahl von 3,5 erreichen. In diesem Fall erhält man fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, maximal jedoch 850€. Gefordert werden im Bestand 3,3 und dafür gibt es zehn Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und einen Maximalwert von 1500€. Erreicht man in einem Neubau eine Arbeitszahl von 4,7 oder aber im Bestand von 4,5, wird die Fördersumme um 50 Prozent erhöht.

Seit dem 1. September 2008 gibt es außerdem für Kraft-Wärme-Kopplung, die eine Leistung bis 50 Kilowatt erbringen, einen Zuschuss. Vorraussetzung dabei ist, dass die Anlagen wärmegeführt sind, das heißt der Wärmebedarf den Betrieb steuert. Darüber hinaus müssen die KWK-Anlagen über einen integrierten Stromzähler verfügen, durch einen Vollwartungsvertrag, der vom Hersteller angeboten wird, betreut werden und bestimmte technische Anforderungen erfüllen. Die Höhe der Zuschüsse hängt dabei von der elektrischen Leistung und den geplanten Vollbenutzungsstunden ab und werden nur für Maßnahmen gewährt, die vor der Antragsstellung noch nicht in Angriff genommen wurden.

Bundesförderprogramme

Über die KfW-Förderbank können Hausbesitzer zinsgünstige Darlehen vom Bund erhalten. Dabei gilt: je mehr Energieeinsparungen durch eine bestimmte Maßnahme, desto höher liegt der Zinssatz. Wählen können Bauherren und Renovierer zwischen drei Programmen.

-         „Ökologisch bauen“: Gefördert werden der Bau und der Kauf besonders energiesparender Häuser sowie der Einbau von Heiztechnik, der auf erneuerbaren Energien beruht, in Neubauten

-         „CO2-Gebäudesanierungsprogramm“: Gefördert werden Energiesparinvestitionen in bis zum 31. Dezember 1994 errichteten Wohngebäuden. ABER: es werden nur noch aufeinander abgestimmte Komplettpakete gefördert, die auf eine umfassende Energieeinsparung abzielen

-         „Wohnraum modernisieren“: Mit diesem staatlichen Förderprogramm wird die Sanierung von Wohnhäusern unterstützt. Auch Einzelmaßnahmen zur Wärmedämmung und Heizungsneuerung können gefördert werden, jedoch sind die Darlehenskonditionen schlechter als bei den anderen Maßnahmen. Darüber hinaus erhält für Fotovoltaikanlagen bis zu 100 Prozent der Kosten, die gefördert werden können, maximal jedoch 50.000€.

Unterstützung bei der Beratung

Eine Vor-Ort-Beratung für Ein- oder Zwei-Familienhäuser, die eine Baugenehmigung vor dem 1.Januar 1994 besitzen, werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 300 beziehungsweise 360€ unterstützt. Die Beratung muss jedoch verpflichtend von einem bei der BAFA registrierten Experten erfolgen und die Themenfelder Solarthermie sowie Biomassekessel müssen in das Gespräch aufgenommen werden. Für eine zusätzlich durchgeführte Thermografie, bekommt man bis zu 100€ und bei einer Stromsparberatung weitere 50€. Der Antrag wird durch den jeweiligen Berater gestellt und als nicht rüchzahlbarer Zuschuss zu den Beratungskosten gewährt.