Lüftungsanlagen - genial und effektiv

 

Bei Neubauten verlangt die Energiesparverordnung eine luftdichte Haushülle,

damit die Heizenergie nicht entweichen kann. Feuchtigkeit, Ausdünstungen aus Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen sowie Kohlendioxid sammeln sich jedoch in der Luft an und alle die nicht regelmäßig lüften, riskieren Schäden an der Bausubstanz und gesundheitliche Schäden wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Müdigkeit.

Der Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage bietet hierfür eine komfortable Lösung,

denn sie sorgt für einen geregelten Luftwechsel ohne dass die Temperatur verloren geht. Lüftungsanlagen gibt es als zentrale Systeme, die mehrere Zimmer, zum Beispiel ein Einfamilienhaus mit Frischluft versorgen. Dezentrale Anlagen lüften dagegen nur immer einzelne Räume, beispielsweise die Küche oder das Bad. Beide Geräte sind darüber hinaus in einer erweiterten Variante in der Lage Wärme aus der Abluft zu gewinnen und diese auf die kühlere Abluft zu übertragen. Die Heizkosten können mit Hilfe dieses Wärmetauschers weiter gesenkt. Außerdem erfolgt eine Reinigung der Luft durch eingebaute Filter und Pollen, Mücken oder Fliegen können nicht ins Haus gelangen.

Für den Einbau, dies gilt ebenfalls für Altbauten,

in die nachträglich eine Anlage eingebaut werden soll, ist eine luftdichte Haushülle die wichtigste Voraussetzung. Darüber hinaus muss die richtige Anordnung der Ab- und Zuluftzonen beachtet werden, damit die verbrauchte Luft aus Küche, Bad oder WC abgezogen wird und die Wohn- und Schlafräume mit Frischluft versorgt werden. Bei zentralen Systemen kann die Luft durch alle Wohnbereiche entweder durch Türspalten oder Rohre kreisen, die in den Decken oder in Installationsschächten verlegt werden. Die Entfernung zwischen den Aus- und Einlässen in den Decken- oder Außenwänden müssen ausreichend voneinander entfernt sein, damit die abgesaugten Küchengerüche nicht gleich wieder ins Haus gelangen können. Das Zentralgerät kann im Keller, Parterre oder auch auf dem Dachboden untergebracht werden, jedoch so, dass der Filter jederzeit und einfach für Wartungsarbeiten erreicht werden kann.

In einer Studie für ein 150m² großes Einfamilienhaus hat die „Energieagentur NRW“ die Energieersparnis berechnet, die mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung möglich ist. Das dezentrale Gerät kosten in einem Neubau 5.000€, bei Nachrüstung in Altbauten mit 5.500€ etwas mehr. Die Betriebskosten belaufen sich jährlich auf 35€, die Wartungskosten auf 150€. Gesehen auf ein Jahr können die Heizkosten mit einer solchen Anlage um 150€ gesenkt werden. Mit zentralen Geräten spart man weitere 50€, ist jedoch in der Anschaffung mit 7.900€ (Neubau) bzw. 8.300€ (Nachrüstung) auch erheblich teurer. Die Betriebs- und Wartungskosten mit 20 bzw. 65€ fallen dagegen wieder geringer aus.