Das GezeitenKraftwerk

Ein Gezeitenkraftwerk arbeitet ähnlich wie ein Wasserkraftwerk. Mit dem Unterschied, dass beim Gezeitenkraftwerk nicht erst Wasser aufgestaut werden muss, welches dann ins Tal geleitet wird. Es nutzt den Tidehub zwischen Ebbe und Flut aus. Aufgrund dieser Vorgehensweise kann ein Gezeitenkraftwerk nur in Küstennähe errichtet werden.

Man unterscheidet zwei Arten von Gezeitenkraftwerke. Zum einen das Staudammkraftwerk und zum andren das so genannte In-Flow-Kraftwerk.

Ein Staudammkraftwerk wird oft in Buchten oder Flussmündungen errichtet. Hierbei dämmt man die Bucht mit einem Deich ab. Dann baut man einen Staudamm, durch den das Wasser an bestimmten Stellen fließen kann. An diesen Stellen setzt man Turbinen ein, die je nach Strömung (also Ebbe oder Flut) ihre Ausrichtung verändern müssen. Diese Art von Kraftwerken sind aber nicht sehr ökologisch, da es nur sehr wenige wirklich rendable Einsatzgebiete gibt und beim Betrieb mit Salzwasser eine hohe Kossosion und somit erhelicher Wartungsaufwand besteht. Auch werden die Meerestiere beim betreten bzw. verlassen der Bucht gehindert. 

In-Flow-Kraftwerke besitzen dagegen einfache Turbinen, die ohne Staudamm ins Wasser eingesetzt werden. Diese Methode ist zwar nicht so leistungsfähig wie ein Staudammkraftwerk, dafür aber viel ökologischer.

Die ersten "Gezeitenmühlen" wurden im 17 Jh. in England und Frankreich errichtet. Diese alten Kraftwerke bestehen heute immer noch. Sie sind allerdings zu Ruinen verfallen.