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Lichtimplus mit italiensichem Akzent

Die Münchener Lehrerin Rosi Huber hat durch einen Wintergarten den Lichtmangel ihres Hauses behoben und sicht so einen traumhaften Ort zum Arbeiten geschaffen.

"Eine anregende Kulisse aus Licht und Natur" - so beschreibt die Lehrerin Rosi Huber ihren häuslichen Arbeitsplatz heute. Früher war der Raum durch einen Balkon im ersten Geschoss viel dunkler. Da lag die Idee eines Wintergartens auf der Hand. Schnell hätte man die Wand zur Terrasse durchbrechen und einen Anbau anfügen können. Doch das war für Rosi Huber nicht überzeugend. "Ich bin ein Augenmensch. Die 'Glaskästen' sind zwar hell, geben aber der Fassade des Hauses keinen neuen Pfiff." So beauftragte Sie einen Architekten, einen Glasanbau für die gesamte Südwesfassade zu konzipieren. Sein Endwurf überzeugte die Bauherrin sofort.

Neuer Glanz für die ganze Fassade

Ein Teil der Wohnzimmerwand wurde durch eine Glasfassade ersetzt, und auch die Arbeitszimmerwand sollte einer Verglasung weichen. Die wurde allerdings so ausgeführt, das Sie vom ersten Stock in Höhe der Traufkante schräg nach unten über die Terrasse geführt wurde. So entstand der Wintergarten. Diese dynamische Konstruktion setzte der Architekt über die gesamte Fassade fort. Und die schrägen Holzprofile des Wintergartens finden sich auch in der Pergola wieder. Zur Westseite hin wurde der Wintergarten mit einem Glasdach aus optisch abgestimmten T-Trägern verlängert. Diese Konstuktion überspannt den neuen Freisitz. Terrasse Wintergarten und die Pergola sind mit Porphyrstufen eingefasst, und die Terrasse wurde mit Granitfliesen in warmen Farben ausgelegt. "Ich wolle das Gefühl haben, auf einer italienischen Terrazza zu sitzen." Rosi Huber ist vom neuen Wohngefühl begeistert. Selbst an bedeckten Tagen ist es durch die großflächigen Verglasungen jetzt immer sehr hell.

Der Wintergarten hat eine Holz-Aluminium-Konstruktion. DasTragwerk aus Holz wurde extra aus stabilen Brettschichthölzern gefertigt, die mit einer Aluminiumschale abgedeckt sind. So brilliert er nach innen mit seinen natürlichen Holztönen und zeichnet sich nach außen durch seine Wetterfestigkeit und Pflegeleichtigkeit aus.

Die Beschattung der schrägen Glasfassade erfolgt durch eine Markise, welche bei Bedarf die gesamte Glasfront überspannt. Zur Belüftung wird Zugluft von außen mit einem ausgeklügelten System durch das Erdreich ins Innere des Wintergarten geführt. Die sogenannte Unterflurlüftung saugt die Luft von außen an und führt sie in das Innere. Sowohl außen als auch innen werden die Luftklappen durch Gitter abgedeckt und stören somit nicht die transarente Ausführung der gläsernen Fassade.

Lüftung bis in den letzten Winkel

Als besonders vorteilhaft erweist sich auch die Unterfluhrlüftung, weil durch sie auch der spitze Winkel unter der Glasfläche regelmäßig gelüftet wird, der sonst nur schwer erreichbar wäre. Die Abluft wird durch Glas-Lamellenfenster nach außen geführt.

Die Beheizung erfolgt durch eine Kombination aus zwei Systemen: Fußbodenheizung und Konvektorheizung. Während die Fußbodenheizung die Granitfliesen erwärmt, wird der Schacht für die Unterflurlüftung auch für die im Boden eingelassenen Heizkonvektoren genutzt. So kann die erwärmte Luft an den Glasfronten nach oben aufsteigen und die gewünschte Konvektion erzeugt werden.

Alles ist bestens durchdacht, und Rosi Huber fällt nicht ein einziges Detail ein, da sie heute anders machen würde in ihrem Wintergarten. Ihn zu genießen hat die Lehrerin fast jeden Nachmittag am Schreibtisch Gelegenheit.