Wenn die Wohnzimmerwand durchsichtig wird

Massive Häuser mit kleinen Fenstern ohne Lichtzufuhr gehören längst der Vergangenheit an. Neubauten bestechen heutzutage durch viel Licht und Offenheit. Doch viele Hausbesitzer
nennen eine Bestandsimmobilie ihr Eigen.


Im Zuge einer Renovierung oder Sanierung erhalten solche Häuser neben veränderten Raumaufteilungen im Inneren oft auch ein modernes Außengesicht. Besonders beliebt ist hier der Einsatz von großen Glastüren oder ganzen Glasfronten. Doch muss so ein nachträglicher
Einbau gezielt und sehr genau geplant sein. „Zur Sicherheit sollte in der Planungsphase ein
Architekt hinzugezogen werden, um spätere Projektprobleme zu vermeiden“, betont Ernst-Josef Schneider, Geschäftsführer der Sunflex Aluminiumsysteme GmbH. Als Experte für bewegliche Glassysteme unterschiedlicher Art kennt der Hersteller Möglichkeiten und Grenzen des nachträglichen Verbauens.

Weitere Informationen unter www.sunflex.de.


Wer  trägt die Last?
Nicht jeder Wandbereich eines Hauses eignet sich für Glaswände. Vor allem spielt die Statik an
dieser Stelle eine große Rolle. Aber auch in der Wand befindliche Anschlüsse und Rohre müssen dahingehend geprüft werden, wo sie verlaufen und ob eine Verlegung möglich ist. Handelt es sich um eine tragende Wand, bedeutet das nicht zwangsläufig das Aus für den Einbau einer Glasfassade. „Durch entsprechende statische Maßnahmen ermöglichen Systemhersteller auch eine nachträgliche Integration großer Glasfronten“, erklärt Schneider.


Den Anschluss nicht verlieren
Herausforderungen liegen beim nachträglichen Einbau in der Passgenauigkeit und dem korrekten Anschluss an die bestehende Wand. „Auch wenn ein System gut verbaut ist, bringt
das alles nichts, wenn die Wandanschlüsse nicht richtig isoliert oder zu locker beziehungsweise
zu fest angebracht sind“, bemerkt Schneider. Zu fest eingebaute Rahmen und Systemelemente führen zu verstärkten Spannungen. Alle Übergänge zwischen Glas, Rahmen und Wand müssen Anforderungen nach deutschen Normen erfüllen.


Anforderungen an Wärme, Wind- und Wasserschutz
Glassystem und Einbau müssen insgesamt den DIN-Anforderungen für Wärme- und Luftschallschutz, Luftdichtheit und -durchlässigkeit sowie Schlagregendichte und Widerstandsfähigkeit gegen Windlasten entsprechen. Handelt es sich bei den Elementen um Fenstertüren oder Falt- beziehungsweise Schiebe-Wände, benötigt das jeweilige System einen entsprechenden Bodenanschluss mit Schiene. Als eingelassene Variante eignen sich die Systeme
sogar als barrierefreie Lösungen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen, Rollstühlen
oder Gehhilfen.