Die größten Solar-Irrtümer

Reduzierung der Ökostromförderung, Einführung einer Strompreisbremse – heute kreisen die Energiedebatten meist um den teuren „Saft“ aus der Steckdose. Clevere Hausbesitzer profitieren aber auch, wenn sie bei der Modernisierung von Heizung und Trinkwassererwärmung auf Solarwärme setzen. Und zwar durch staatliche Förderung und die Energieeinsparung. Es ist höchste Zeit, mit einigen Missverständnissen in Sachen Solarenergie aufzuräumen!

Irrtum 1:
„Mit Sonnenenergie wird nur Strom produziert.“
Das ist leider ein großes Missverständnis. Die Kraft der Sonne können Hausbesitzer besonders sinnvoll zur Gewinnung von Wärme nutzen, denn fast 90 Prozent der Energie im Hauhalt werden für Raumheizung und Warmwasser genutzt. Hausbesitzer sind daher mit einer Solarheizung gut beraten. 1,8 Millionen energiesparende Sonnenheizungen belegen, wie effektiv und kostensparend das ist. Unter www.solvis.de hat der Solarheizsystemhersteller Solvis Erfahrungsberichte von mehr als 1.000 Hausbesitzern gesammelt.


Irrtum 2:
„Erneuerbare Energie aus Sonne wird kaum noch gefördert.“

Im Gegenteil! Die Förderung für eine Heizungsmodernisierung mit Sonnenwärme wurde 2012 sogar erhöht, und zwar deutlich: „Mindestens 2.000 Euro zahlt der Staat Hausbesitzern, die eine Solarheizung anschaffen“, erklärt Solvis-Chef Helmut Jäger. „Wer die Solaranlage mit einem Pelletkessel kombiniert, kann sogar mit 4.900 Euro rechnen.“ Förderinfos finden Modernisierer unter www.bafa.de. Diese Fördermittel können Solarumsteiger neuerdings auch mit zinsgünstigen Krediten von der staatlichen KfW Förderbank kombinieren (www.kfw.de). Oft erhöhen regionale Programme die Förderung des Bundes (zum Beispiel www.progres.nrw.de).


Irrtum 3:
„Die Energiewende klappt nur, wenn alle auf Ökostrom umsteigen.“

Strom wird in der häuslichen Energiebilanz meist überschätzt. Dessen Anteil am Energieverbrauch liegt aber nur bei etwa 13 Prozent. Der Löwenanteil entfällt auf die Wärmegewinnung – mit rund 87 Prozent. Etwa 30 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes
verursachen Heizung und Warmwasserbereitung. Angesichts steigender Preise für Heizöl und Gas ist die Energiewende im Heizungskeller daher wichtiger als der Umstieg auf Ökostrom. Auch für die Umwelt: Jährlich spart die Nutzung von Solarthermie mehr als eine Million Tonnen CO2 ein.


Irrtum 4:
„Solaranlagen rechnen sich doch nur im Süden!“

Fakt ist: Sonnenenergie lohnt sich für Hausbesitzer – von Ost bis West. Selbst Hamburg zählt im Jahr durchschnittlich 1.487 Sonnenstunden. Genug, um die Häuser an Elbe und Alster mit Solarenergie zu versorgen. Bis zu 50 Prozent Energie und Kosten können Modernisierer durch eine neue Solarheizung einsparen. Auch wenn die Ausbeute im Süden durchschnittlich höher ausfällt – dank moderner Technik erwirtschaften Solarheizsysteme auch in weniger sonnigen Regionen rentable Ergebnisse.


Irrtum 5:
„Heizen mit der Sonne bringt im Winter nicht viel.“

Unstrittig ist, dass die Sonnenernte in der kalten Jahreszeit geringer ausfällt als im Hochsommer. Doch übers Jahr geht die Rechnung für Modernisierer auf. Im Sommer können Betreiber von modernen Solarheizungen komplett auf die Sonne setzen. Und warm ist das
Haus auch bei Minustemperaturen: Wenn die Sonne nicht ausreicht, kombinieren Systeme
wie der von Stiftung Warentest ausgezeichnete „SolvisMax“ die Solarwärmenutzung mit den herkömmlichen Energieträgern Gas, Öl, Fernwärme oder auch mit erneuerbarer Energie wie Holzpellets oder Erdwärme.

Irrtum 6:
„Speicher für Sonnenenergie sind noch zu teuer“

Hier werden Solarwärme und Solarstrom fälschlich gleichgesetzt. Wärmespeicher für Wasser und Heizung sind längst effizienter Stand der Technik, nicht aber Stromspeicher (Batterien) im Bereich der Photovoltaik. Wärmespeicher sind außerdem cirka zehnmal günstiger.